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12.12.2011 - RZ

Ratinale 2011 - Ein Jugendfilmfestival voller Glamour, Gefühl, Witz, Begeisterung, Können

Wer am Freitag abend nicht im LUX war, der hat was verpasst. Hier stieg, nach der Vorführung der besten fünf Filme im Kino, die große Ratinale-Party, zu der alle interessierten BürgerInnen eingeladen waren. Zunächst gab es eine beeindruckende Darbietung der beiden jungen Ratinger Sängerinnen Lara Alze (http://www.youtube.com/user/larazoemusic) und Karlotta Muß (http://www.youtube.com/user/LottaSophieOfficial), die von Nico Oberbanscheidt am Keybord begleitet wurden. Auf die Frage, wie sie dazu gekommen sind, heute abend hier zu singen, antworten sie „Wir nehmen regelmäßig bei Johannes im LUX Lieder auf und bekommen auch immer sehr positive Rückmeldungen. So ist es zu der Aufführung heute abend gekommen.“ Positive Rückmeldungen bekamen sie im LUX auch und jede Menge Applaus von einem begeisterten Publikum!


Die jungen Ratinger Filmschaffenden vor der Aufführung im Kino







Danach moderierte Stefán van Cassenberg die Vorführung aller neun Kurzfilme, die von jungen Ratingern zwischen 14 und 21 Jahren gedreht und eingereicht worden waren. Der Vorführsaal war, wie auch schon beim Gesang, bis auf den letzten Platz besetzt - dabei gab es außerhalb des Vorführraums auch eine attraktive Alternative: schön dekorierte Tische, viele verschiedene kleine Häppchen und Sekt mit oder ohne Orangensaft. Aber das Programm war auch tatsächlich wunderbar: Die jungen Menschen haben durch mutige, lustige, nachdenkliche, ungewöhnliche Filme beeindruckt, die rundrum toll waren, sowohl was Schauspiel als auch Kameraführung und Schnitt anging. Reichlich Applaus haben sie dafür eingeheimst. Als Höhepunkt des Abends folgte die Verleihung des Ratinale-Löwen für die besten drei Filme „Schwarze Couch“, „Weit weg“ und „Newstime“ durch drei Vertreter des Ratinger Jugendrates. Sie hatten zusammen mit Künstlern und Vertretern der Stadt die siebenköpfige Jury gebildet und betonten immer wieder, wie schwierig die Wahl der drei besten Filme dieses Jahr gewesen war und dass sie am liebsten neun Ratinale-Löwen verteilt hätten.

Nach der Preisverleihung wurden noch Outtakes von den Dreharbeiten gezeigt und dann ging ein wunderbarer Abend zu Ende. Die jungen Ratinger Filmbegeisterten haben wirklich gezeigt, was sie können und auch in den letzten Jahren dazugelernt haben! Einige TeilnehmerInnen sind jedes Jahr wieder dabei. Ein mehrjähriger Ratinale-Teilnehmer wird nächstes Jahr ein Regie-Studium beginnen.

Ratinale 2011 in kurzen Worten auf den Punkt gebracht: Stefán van Cassenberg (Schauspieler, Regisseur, Autor, der die Jugendlichen in Workshops zur Ratinale bei den Filmen unterstützt hat): „Ratinale ist geil. Ratingen ist geil. Ratingen ist Filmstadt. Ich war an vielen Filmen beteiligt. Heute abend habe ich sie zum ersten Mal fertig gesehen und ich bin begeistert! Das ist wirklich Film, das ist gekonnter Jugendfilm!“

Johannes Maas (Leiter des Jugendzentrums LUX, der die Jugendlichen ebenfalls bei der Produktion der Filme tatkräftig unterstützt hat): „Ich find’ die Ratinale 2011 unfassbar gut gelungen. Ich bin total stolz und glücklich darüber, dass wir eine so tolle Veranstaltung gemacht haben, tolle Filme mit tollen Jugendlichen und auch eine rundrum gelungene Abschlussfeier hier heute hatten. Ich bin wirklich glücklich, dass alles geklappt hat. Und auch bei der Vorführung hier im LUX war für mich wirklich zu spüren, das die Zuschauer hier gefesselt waren und da was rübergekommen ist! Das macht mich richtig happy!




Daniel Oberbanscheidt (Freier Tontechniker, der die Jugendlichen beim Drehen der Filme unterstützt hat): „Der Wahnsinn! Weil wir ganz ganz viel gedreht haben in ganz ganz kurzer Zeit und 75 Minuten Endmaterial geschafft haben, neun Filme realisiert haben, ein ganz weites, großes Spektrum, unfassbar viel. Also ich bin jetzt, nachdem ich es alles nochmal gesehen habe, baff, was da so gelaufen ist. Also ich bin höchsterfreut. Ein voller Erfolg!“

Das waren die Ratinale Filme 2011:

„Schwarze Couch“: Ein mutiger, nachdenklicher Film über Gefühlschaos und Homosexualität

„Weit weg“: Ein aufrüttelnder und nahegehender Film über die Belastungen Jugendlicher durch häusliche Gewalt und psychischen Druck und wie einfache freundliche Gesten, selbst von Fremden, helfen können

„Newstime“: Eine Geschichte, wie man sich in der Flut der Nachrichten verlieren kann

„Shelter“: Ein sehr realistischer (Anti-)Kriegsfilm, der von den Schrecken des Krieges und der Verlorenheit der Soldaten erzählt

„Dumm gelaufen“: Eine überraschende Einbrecher-Kommödie

„Drei Engel für ein Halleluja“: Eine entzückende Geschichte über drei unartige Engel und ihre Weihnachts-Erfahrungen auf der Erde

„Funny Girls“: Eine schwungvolle, lustige Geisterkommödie

„Lake Bodom“: Ein Mysterie-Thriller nach einem wahren, unaufgeklärten Dreifach-Mord in Finnland

„Peter Rückwarth - hin und zurück“: Ein philosophischer und teilweise poetischer Science Fiction Film über die Erfahrungen eines Außerirdischen auf der Erde

(Text Andrea Ballhause, Fotos Christian Voecks)

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